Kombiniert mit einem robusten Aluminiumkopf habe ich die empfindlichen Kunststoffspulen endgültig ausgemustert. Die Oregon Sägezahnfäden erweisen sich hier als ideale Lösung für fordernde Einsätze. Ich habe bislang Techni-Blade und Flexi-Blade getestet; beide zeichnen sich durch eine sägezahnförmige Geometrie aus. Während die Techni-Blade-Variante Stärken bis 7 mm bietet, ist die Flexi-Blade bei 4 mm begrenzt. Interessanterweise wirkt der 4-mm-Faden der Flexi-Serie beim Einlegen in den Kopf aufgrund des Außendurchmessers dicker; die Nennstärken beziehen sich wohl eher auf den inneren Kern. Wie der Name andeutet, ist die Flexi-Variante im Praxistest zäher. Die Fäden fransen bei starkem Einsatz etwas aus und verlieren allmählich an Schärfe. Dies betrifft auch extreme Bedingungen, bei denen die Fäden auf Steine treffen, gegen Maschendraht streifen oder hartwachsige Pflanzen wie Klettenbüsche oder Blasenknöterich bis zum Wurzelansatz abrasiv entfernen. Ein Faden-Satz hält bei intensiver Nutzung etwa 30 bis 45 Minuten stand. Im Vergleich dazu behält der Techni-Blade seine Schärfe grundsätzlich länger und kürzt sich weniger kontinuierlich, sondern bricht oft abrupt oder springt bei Kontakt mit harten Objekten komplett aus dem Kopf. Daher ein praktischer Tipp zur Auswahl: Wenn die Gefahr harter Fremdkörper gering ist und das Gelände überschaubar, ist der Techni-Blade mit seiner längeren Schärfehaltdauer die bessere Wahl, auch für Äste bis ca. 1,5 cm Dicke. Zudem schneidet er weichteilige Vegetation wie Grasbüschel präziser. Möchte man jedoch zunächst Ordnung in undurchsichtiges Dickicht bringen, verzeiht der Flexi-Blade dank seiner Langlebigkeit unvorhersehbare harte Kontakte. Er eignet sich auch gut zur Reinigung entlang von Fugen und Kanten, bei ähnlicher Kraftwirkung. Für die meisten dieser Aufgaben sind Metallmesser überflüssig, weshalb das Geld in einen langlebigen Aluminiumkopf besser investiert ist. Ein separates, scharfes Messer für Stämme über 2 cm kann die Ausstattung sinnvoll ergänzen. Für reine Gräserarbeit sind beide Sägezahnvarianten weniger geeignet; hier schneiden kantige, nicht-sägezahnförmige Fäden sauberer. Ich habe daher auch einen 2,4 mm Stihl-Vierkantfaden für einfachere Etappen parat, der normale Vegetation sauber kürzt und gelegentlich auch kräftigeres Material bewältigt. Bezüglich Verfügbarkeit: Techni-Blade wird für Oregon-Köpfe meist vorgelängt geliefert, während Flexi-Blade auch als Meterware erhältlich ist, was die Verbrauchskosten senken kann. Meterware lässt sich mit einem ausreichend großen Seitenschneider ablängen; es empfiehlt sich, eine Referenzlänge als Vorlage beizubehalten. Vorsicht ist bei beiden Sägezahnfäden geboten: In der Nähe von gewünschten Gehölzen können die Zähne bei Berührung mit Rinde hängen bleiben und diese abziehen, oder schwächere Äste komplett durchtrennen, je nach Maschineneistung und Ästdurchmesser.